JVM® Richterreger
FUNKTION
JVM® Richterreger werden überwiegend für große und schwere Schwingmaschinen eingesetzt. Durch die mechanische Zwangssynchronisation werden die kritischen und stark belastenden Synchronisationsphasen beim An- und Auslauf deutlich verringert. Die konstante Öltauchschmierung versorgt Zahnräder und Lagerstellen absolut zuverlässig.
Über ein Zahnradgetriebe werden zwei Wellen mit Fliehgewichten gegenläufig betrieben und erzeugen so lineare Schwingungen. Der Antrieb erfolgt zumeist über eine Gelenkwelle mit einem stationären Standardmotor.
JVM® Richterreger werden überwiegend für große und schwere Schwingmaschinen eingesetzt. Die lange Lebensdauer und der problemlose weltweite Betrieb im härtesten Industrieeinsatz bestätigt unser technisches Konzept.
Anstelle von spannungsreichen Schweißkonstruktionen werden die JR-Getriebegehäuse ausschließlich aus hochwertigem Sphäroguß gefertigt. Für die Lagerung werden nur erprobte, großzügig dimensionierte Qualitäts-Zylinderrollenlager verbaut. Auch die Fliehgewichte werden durch besonders stabile Hauben geschützt.
Durch die mechanische Zwangssynchronisation entfallen die kritischen und stark belastenden Synchronisationsphasen beim An- und Auslauf. Die Grundkonstruktion der Maschine wird deutlich geschont.
Zahnräder und Lagerstellen werden zuverlässig über die konstante Öltauchschmierung versorgt. JVM® Richterreger können in jeder Lage betrieben werden und sind in Verbindung mit dem entsprechenden Öl in Umgebungstemperaturen von -40 … +80°C einsetzbar.
Über die einfache und sichere Fliehgewichtseinstellung lässt sich die Schwingweite im Stillstand den jeweiligen Erfordernissen anpassen. Zusätzlich kann auch die Schwingfrequenz über einen Frequenzumrichter angepasst werden. Antrieb Als Antriebsmotor wird ein handelsüblicher Hydraulik- oder Drehstrommotor verwendet. Bitte beachten Sie, dass die höchstzulässige Drehzahl des Richterregers nicht überschritten wird und das Anzugsmoment des Motors das 2,5-fache des Nenndrehmomentes beträgt.
Bei sehr breiten oder schweren Maschinen können mit einem Antriebsmotor auch mehrere Richterreger nebeneinander betrieben werden. Das Antriebsmoment wird hierbei über Kupplungselemente von einem zum anderen Erreger übertragen.
Lieferumfang
- Getriebe
- Fliehgewichte
- Schutzhauben
- Lüfterschraube
- Dokumentation
- Anschlussflansch
- Ölmessstab
Vorteile
- Langlebig
- Maschinenschonend
- Wartungsfreundlich
- Variable Parameter
Anwendungsgebiete
Technische Daten
Die JOEST Richterreger der Serie JR sind leistungsstarke Schwingungserreger, die für den zuverlässigen Dauerbetrieb in anspruchsvollen industriellen Anwendungen entwickelt wurden. Sie überzeugen durch hohe Arbeitsmomente, flexible Einsatzmöglichkeiten und eine robuste Bauweise, die auch unter extremen Umgebungsbedingungen maximale Betriebssicherheit gewährleistet.
6- und 8-polige Ausführung
Erhältlich in 6- oder 8-poliger Bauweise, um unterschiedliche Drehzahlen und Schwingungsverhalten optimal an die jeweilige Anwendung anzupassen.
Arbeitsmomente bis 20.400 kgcm (630 kN)
Bieten enorme Schwingungsenergie für den effizienten Betrieb auch großer und schwerer Maschinenanlagen.
Fliehkraft einstellbar
Die erzeugte Fliehkraft kann flexibel angepasst werden, um die Schwingungsintensität exakt auf den Förder- oder Siebprozess abzustimmen.
S1-Dauerbetrieb – bei 100 %
Ausgelegt für den unterbrechungsfreien Dauerbetrieb mit voller Leistung, ohne dass Abkühlphasen erforderlich sind.
Umgebungstemperatur -40 °C bis +80 °C
Zuverlässiger Betrieb auch unter extremen klimatischen Bedingungen – von arktischer Kälte bis zu tropischer Hitze.
Oil Management System
In klassischen Richterregern erfolgt die Schmierung der Lager durch eine Ölnebelschmierung. Die Zahnräder innerhalb des Gehäuses verwirbeln das Öl in feine Tropfen, die sich im Innenraum des Getriebes verteilen. Nur ein Teil der Tropfen erreicht die Wälzlager und sorgt für deren Schmierung. In manchen Gehäusen werden in die Innenseiten Fangtaschen für das Öl angeordnet. Diese sollen Öl, welches an den Innenflächen des Gehäuses nach unten fließt, in die Lager leiten. Dabei ist der Eintrag von Öl in die Lager zufällig und die Menge unbestimmt.
Zur Verbesserung der Schmierung wurde das JOEST Oil Management System entwickelt.
- Sofortige Schmierung der Lager
- Ölfluss direkt an die Lagerlaufflächen
- Kontinuierlicher Ölfluss in die Lager
- Geringere Empfindlichkeit gegen Schmutzpartikel
- Eindringen von Schmutz wird durch gegenläufigen Ölfluss unterbunden
- Reinigung des Öls durch den Filter
- Zuverlässiger Betrieb
- Höhere Verfügbarkeit durch längere Lagerlebensdauer
Der JOEST Richterreger wird um eine Ölpumpe erweitert, welche
von den Zahnrädern des Richterregers angetrieben wird. Es wird keine Hilfsenergie zum Betrieb der Pumpe benötigt. Die Ölpumpe saugt das Öl aus dem Sumpf des Gehäuses und von dort gelangt das Öl in einen Ölfilter, in dem Schmutzpartikel < 6 μm abgetrennt werden.
Der Ölfilter ist so groß bemessen, dass ein Austausch erst nach mehreren Ölwechseln erforderlich ist. Anschließend wird der Ölstrom auf die vier Lagerstellen verteilt. Über die umlaufende Nut am Außenring des Wälzlagers gelangt das Öl in das Innere der Lager und fließt von dort über die Bohrungen zu den Wälzkörpern. Somit strömt das Öl von der Mitte der Lager axial nach außen. Schmutz, der sich im Gehäuse befinden kann, wird daher nicht in die Lager gespült, sondern von den Lagern wegbewegt. Da die Pumpe fest mit der Bewegung des Richterregers gekoppelt ist, wird die Schmierung sofort im Anlauf aktiviert. Der kritische Zeitraum in der sich der Ölnebel bildet, die Lager erreicht und üblicherweise für eine Schmierung sorgt, entfällt.

