Zentrifuge zum Entölen
Entölungszentrifugen von Goessling bewähren sich bereits seit langer Zeit in den unterschiedlichsten Fertigungsprozessen. Insbesondere bei der Herstellung von Schrauben, Muttern oder Fließpressteilen garantiert die kontinuierliche Verarbeitung der Zentrifugen einen fortlaufenden Fertigungsfluss.
Aufgrund ihres geringen Platzbedarfs lassen sich die Zentrifugen zum Entölen perfekt in die Architektur der Produktion integrieren. Während die Rohlinge oder Werkstücke vor der Weiterverarbeitung von anhaftenden Ölen, Emulsionen oder Kühlschmierstoffen befreit werden, lassen sich die hochwertigen Schmiermittel unmittelbar nach der Maschine zurückgewinnen. Zugleich ist der tropffreie Weitertransport der Massenteile im Anschluss garantiert.
FUNKTION
Unsere Entölungszentrifugen der Baureihe „Z“ besitzen perforierte Vollmanteltrommeln, die in großdimensionierten Wälzlagern gelagert sind und über Keilriemen von einem frequenzgeregelten Drehstrommotor angetrieben werden. Mit der Frequenzregelung wird die Trommel sanft beschleunigt und mittels Gleichstrom-Gegenstrombremsung im Zyklenablauf sanft und dennoch schnell abgebremst.
Auf jeden Zentrifugierzyklus folgt ein Entleer- und Befüllvorgang. Durch großdimensionierte Schwingpuffer werden alle internen Vibrationen der Entölungszentrifugen wirksam abgefedert. Alle Zeitabläufe werden von einer SPS-Steuerung geregelt und überwacht. Die Entleer- und Befüllvorgänge werden durch Sensoren überwacht.
Das abgeschleuderte Öl oder andere Flüssigkeiten werden zentral gesammelt und über eine Leitung in geeigneten Behälter gesammelt oder direkt wieder einer entsprechenden Anlage zugeführt.
Produktdetails
- Kontinuierliche Arbeitsweise
- Kompakte Bauart
- Komplettierung inklusive der Zu- und Abführtechnik
- Bevorratung
Technische Daten
| Z0 | Z1 | Z2 | Z3 | |
|---|---|---|---|---|
| max. Chargengewicht in kg | 5 | 8 | 15 | 30 |
| max. Teilelänge in mm | 70 | 100 | 130 | 160 |
| max. Stückgewicht in Gramm | 40 | 60 | 80 | 100 |
| Zentrifugierzeit in sek. min.-max (Empfehlung) | 60-300 | 60-300 | 60-300 | 60-300 |
| Gesamtzyklus in sek. min.-max (Zentrif. Zeit + 20 sek.) | 80-320 | 80-320 | 80-320 | 80-320 |
| max. Durchsatz in kg/h (bei Zyklus 200 sek.) | 90 | 150 | 270 | 900 |
| Ges. Leistung (Anschluss) in kW | 1,3 | 1,7 | 2,4 | 3,2 |
Anwendungsgebiete
Entölungszentrifugen kommen überall dort zum Einsatz, wo metallische Teile nach der Bearbeitung zuverlässig von anhaftenden Ölen oder Emulsionen befreit werden müssen. Sie eignen sich besonders für Anwendungen in der Massenfertigung, bei denen ein gleichmäßiger Materialfluss, kurze Taktzeiten und geringe Restölmengen gefordert sind. Durch die kraftvolle Zentrifugierung werden auch komplex geformte Werkstücke prozesssicher entölt – ideal für den Einsatz in der Automobil-, Befestigungs-, Umform- und Metallverarbeitungsindustrie.
Schrauben, Muttern, Bolzen
Scheiben
Vorteile
Entölungszentrifugen vereinen hohe Prozesssicherheit mit effizienter Ölabscheidung in kompakter Bauweise.
Durch die kraftvolle Zentrifugalkraft, robuste Konstruktion und einfache Integration in bestehende Fertigungslinien bieten sie zahlreiche Vorteile für unterschiedlichste Anwendungen – von der schnellen Entölung massiver Metallteile bis zur schonenden Behandlung empfindlicher Werkstücke.
Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Stärken auf einen Blick.
Kompakte BAuart
Platzsparend konstruiert und leicht in bestehende Anlagen integrierbar.
Kontinuierliche Arbeitsweise
Sorgt für gleichmäßigen Materialfluss und kurze Taktzeiten.
Direkte Rückgewinnung hochwertiger Schmiermittel
Abgeschleudertes Öl wird sortenrein gesammelt und wiederverwendet.
Tropffreier Weitertransport
Entölte Teile sind nahezu trocken und sauber weiterverarbeitbar.
geringe Stillstandzeiten
Robuste Bauweise ermöglicht einen zuverlässigen Dauerbetrieb.
geringer Wartungsaufwand
Langlebige Komponenten reduzieren den Service- und Pflegebedarf.
Kontinuierliche Arbeitsweise
Die Zuführung der Teile zur Zentrifugentrommel erfolgt üblicherweise durch einen Förderer. Direkt von diesem Förderer gelangen die Teile in einen Sammeltrichter oberhalb der Trommel. Ist die erforderliche Chargenmenge erreicht, wird der Zuführförderer angehalten und die Teile durch Öffnen der Trichterklappen der Trommel zugeführt. Während des Zentrifugiervorganges wird jeweils eine neue Charge im Trichter gesammelt.
Die Entleerung der Trommel erfolgt durch einen Kippvorgang in einen Ausfalltrichter hinein. Dieser Kippvorgang gewährleistet eine komplette und sichere Entleerung der Trommel. Im Gegensatz zu manchen Wettbewerbssystemen ist in unseren Zentrifugen ein Verklemmen von Teilen nicht möglich. Zudem haben unsere Zentrifugen durch den geschlossenen Trommelkorpus keine Probleme mit Undichtigkeiten bzw. Medienverschleppungen. Das abgeschleuderte Medium wird durch eine Leitung zentral abgeleitet. In der Summe bieten unsere Zentrifugen im Vergleich zum Wettbewerb deutlich reduziertere Stillstandzeiten und Wartungskosten. Die Zentrifugierparameter können in weiten Bereichen eingestellt werden. Durch die Möglichkeit zur Drehrichtungsumkehr wird auch bei stark schöpfenden Teilen eine bestmögliche Entölung oder Medienabfuhr erzielt. Die Steuerung erfolgt wahlweise automatisch oder manuell.
Kompakt und individuell
Auskleidung, Antrieb und Bauart
Die Vollmanteltrommel ist in Wälzlagern gelagert. Je nach Teilegeometrie und Medienanhaftung werden die Trommeln mit Lochblech oder CONIDUR-Feinlochblech ausgekleidet. Während der Antrieb über einen Keilriemen erfolgt, gewährleisten Frequenzregelung und Gegenstrombremse einen sanften Anlauf- und Abbremsvorgang.
Die gesamte Einheit ist auf einem stabilen Grundgestell aufgebaut. Durch Anpassen des Untergestells lassen sich die Einfüll- und Abgabehöhen der Zentrifuge dem Standort anpassen. Die Befüllung der Trommel erfolgt über einen Sammeltrichter oberhalb der Trommel, die Entleerung über einen Ausfalltrichter zur Weiterleitung der entölten oder vom Medium befreiten Teile.
Komplettierung
Zur Beschickung unserer Zentrifugen und zur Weiterförderung der entölten Teile liefern wir die vielfältigsten, ebenfalls individuell angepassten Förder- und Chargiereinrichtungen. Beispielsweise haben wir eine Entleerung der Trommel in eine Vibrationsrinne ausgeführt. Die Vibrationsrinne ist mit einer Siebstrecke versehen, über die produktionsbedingte Fehlteile aussortiert werden.
Bevorratung
Vielfach ist zudem die Einbeziehung einer Ausschleuseinheit oder einer zusätzlichen Bevorratung sinnvoll, insbesondere wenn die Durchsatzleistung der zu verkettenden Maschinen unterschiedlich ist.
Ihr Material. Unser Technikum.
Bevor eine Lösung zu Ihnen kommt, wird sie bei uns auf Herz und Nieren geprüft – in unserem hauseigenen Technikum. Hier testen wir Ihre Materialien unter realen Bedingungen und entwickeln optimale, praxisnahe Konzepte.